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St. Dionysius Nieukerk
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Gemeindekirche der Pfarrei St. Dionysius Kerken

st.dionysiusDionysiusplatz 12, 47647 Kerken

Um die Bedeutung und den Charakter unserer Kirche darstellen zu können ist ein Blick in die Vergangenheit notwendig. Es wird vermutet, dass in Nieukerk um 800 die erste Kirche gebaut wurde. Dies ist jedoch historisch und baulich nicht gesichert. Als Altarstein wurde ein römischer Votivstein aus den Jahren 190-192 n. Chr. verwendet, der heute in unserer Kirchenmauer eingelassen ist. Er trägt in lateinischer Sprache die Inschrift: „... den (göttlichen) Beschützerinnen gegen den bösen Blick für das Heil des Imperators Caesar Marcus Aurelius Commodus Antonius Augustus, den Loyalen und Glücklichen, hat (Aelius Iulius) Plotinus, Legionskommandeur eben dieser Legion (sein Gelübde) freiwillig und nach dem Verdienst (der Göttinnen) erfüllt.“ Und eine querlaufende christliche Inschrift lautet: „An den Kalenden (erster Monatstag) des Oktober ist dies dem heiligen Dionysius geweiht.“

Im Jahr 1218 taucht in einer Urkunde erstmals der Name "nova ecclesia", "neue Kirche", auf, dieser gab dem Dorf dann auch den Namen.

Das romanische Gotteshaus entstand in erstaunlicher Größe um 1150. Die Gotisierung wurde Anfang des 15. Jahrhunderts vermutlich mit dem Turm begonnen, 1421 mit dem Chor fortgesetzt und bis zum Jahre 1453 mit dem Langhaus vollendet. Unsere Kirche bekam so fast die heutige Gestalt. Es folgten nur unwesentliche Änderungen bis 1899, diese hauptsächlich Backsteinbauten. Viele harte Schicksale haben Kirche und Dorf im Laufe der Jahrhunderte erlebt. 1591 brannte zum Beispiel der Turm infolge eines schweren Unwetters und beschädigte die Kirche schwer, im 30jährigen Krieg waren mehrfach "die unglücklichen Bürger genötigt, in der Kirche gemeinschaftlich Obdach zu suchen und zu wohnen" (Chronik), im Jahre 1680 brannte wieder der Turm, damals der höchste im Bistum Roermond, nach einem Blitzschlag vollständig aus. Danach wurde der heute noch stehende eindrucksvolle Barockturmhelm errichtet, der das weithin sichtbare Wahrzeichen des Ortes Nieukerk ist. Aus dieser Zeit stammen auch die Kirchenbänke und die Kommunionbank.
Die Nieukerker haben ihr Gotteshaus immer wieder erneuert und daran weitergebaut.

Um 1870 entstanden die beiden Seitenkapellen, zwischen 1870 und 1881 der Hochaltardie Seitenaltäre, die Kanzelder Beichtstuhl und das Chorgestühl.

                                                

 

 

 

 

 

 

 

 


Von der Kanzel aus wurden früher die Predigten gehalten. Der Baldachin diente dabei als Schalldeckel, damit jeder in der Kirche die Predigten verstehen konnte. Mittig unter dem Baldachin ist der Hl. Geist als Freidentaube zu sehen.
An der Kanzel selbst sind die vier Evangelisten abgebildet.

Die Wurzel Jesse aus Gold, Kupfer und Messing gefertigt, stellt die Geburt des Herrn als Mittelpunkt zwischen der alttestamlichen Sehnsucht nach dem Kommen des Erlösers und der neutestamentlichen Erwartung des widerkommenden Gottessohnes dar.

Man sieht einen Menschen, dessen Arme sich als Zwiege aubilden und in denen sich als  Früchte die Personen und Szenen aus der Bibel wiedererkennen lassen.
Dieser Mensch ist Isai oder Jesse, der Vater von König David. So ist die Darstellung auch gelichsam ein Stammbaum des Alten Testamentes und unseres Glaubens.
In der Mitte des Baumes sieht man die Geburt Jesu. Diese Darstellung ist fest verwachsen mit der darüberliegenden Kreuzigungsszene, Anfang und Ende des Lebens von Jesus.

Im oberen Teil sehen wir Gott Vater mit seinem Sohn auf dem Schoß, der die Weltkugel in seiner linken Hand hält. Darüber Seraph und Kerub, zwei geflügelte Engel.

Die Pieta  geschnitzt aus Pappelholz stammt etwa aus dem 16. Jh.

Ein gründlicher Renovierungsprozess von 1960 bis 1981 beseitigte alle Schäden des letzten Krieges. Bemerkenswert ist auch das Verzeichnis der Pfarrer von Nieukerk seit 1218, das im Chor der Kirche in Marmorplatten eingelassen ist. Eine alte Erzählung meint, wenn die letzte Tafel beschriftet wär, würde die Welt untergehen.                                  

 

 

 

 

 

 

 

Die Dionysiuskirche ist so der Ort der Sammlung und der Ort der Sendung, Ort der Begegnung mit Gott, besonders in den Sakramenten und im Wort.

Das Gemeindebüro in Stenden ist am Freitag wegen Urlaub nicht besetzt.

Kontakt


Seelsorger

Pfarrer Dr. Christian Stenz
Tel. 02833-576964-0
(Zentrales Pfarrbüro)
Durchwahl: 02833-576964-13
stenz-c@bistum-muenster.de

Pastor Charles Raya
Tel. 02833-576964-12
raya@bistum-muenster.de

Pater Dr. Abraham Kongampuzha
Tel. 02833-576964-35
kongampuzha@bistum-muenster.de

Diakon Johannes Siebers
Tel. 02833-576964-0
(Zentrales Pfarrbüro)

Beauftragte im Beerdigungsdienst
Norbert Käfer, Johannes Bonn
Tel. 02833-576964-0
(Zentrales Pfarrbüro)


Zentrales Pfarrbüro
Dionysiusplatz 10
Tel. 02833-576964-0
Montag - Freitag 9-11 Uhr
Dienstag 16-18 Uhr
stdionysius-kerken@bistum-muenster.de

Gemeindebüro Aldekerk
Marktstraße 4

Tel. 02833-576964-50
Mittwoch 15-17 Uhr
Freitag 9-12 Uhr

Gemeindebüro Stenden
Alter Kirchweg 1

Tel. 02833-576964-80
Freitag 10:00-11:30 Uhr


Notfallbereitschaft (Krankenhaus Geldern)
02831-3900

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