Der Kindersuchdienst, Antonia Blum von Monika Spor

Kindersuchdienstes 10 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges erzählt.
Es ist 1955, Antonia, ledige Mutter eines Sohnes, hat beim Kindersuchdienst nur Arbeit gefunden, weil sie ihren Sohn verschwiegen hat. Mutter und Sohn wohnen in einer Gartenlaube in Hamburg. Das Leben ist für die beiden nicht einfach und das Geld immer knapp.
Charlotte ist die Tochter einer Reederfamilie, die zu ihrer eigenen Überraschung heiraten soll. Am Tag der Verlobung verlässt sie das Haus der Eltern. Nach einigen anderen Versuchen Arbeit zu finden, landet sie beim Kindersuchdienst.
Beide Frauen arbeiten als Teil eines sehr unterschiedlichen Teams. Sie werden im Laufe der Arbeit für die Kinder Freundinnen. Diese Frauen setzen sich für die immer noch unzähligen Kinder, die nach ihren Eltern suchen und für die Eltern die nach ihren Kindern suchen ein. Einzelne Schicksale der Kinder lassen die beiden nicht los. Sie setzen alles daran, die Eltern oder auch ein Elternteil zu finden. Die Suche geht über die Grenzen der damaligen Bundesrepublik hinaus und zeigt, auch wenn es ein Roman ist, dass oft Zufälle das Beste im Leben sind.
Im Laufe des Jahres soll der Kindersuchdienst in Hamburg geschlossen werden. Die Suchkarten sollen mit dem Münchener Suchdienst zusammengelegt werden. Die Frauen finden eine Möglichkeit, dass der Suchdienst in Hamburg bleibt und damit ihre Arbeit. Sie kämpfen für neue Verfahren bei der Suche im Suchdienst, damit weitere Kinder und Eltern wieder zusammenfinden.
Das Buch von Antonia Blum über die Nachkriegszeit hat mich so gefesselt, dass ich es zügig auslesen musste, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht.