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St. Dionysius Nieukerk

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Kirche der neuen Pfarrgemeinde St. Dionysius Kerken

st.dionysiusUm die Bedeutung und den Charakter unserer Kirche darstellen zu können ist ein Blick in die Vergangenheit notwendig. Es wird vermutet, dass in Nieukerk um 800 die erste Kirche gebaut wurde. Dies ist jedoch historisch und baulich nicht gesichert. Als Altarstein wurde ein römischer Votivstein verwendet, der heute in unserer Kirchenmauer eingelassen ist. Er trägt in lateinischer Sprache die Inschrift: "Dem Heile des Kaiser Caesar Marcus Aurelius und Antonius Augustus des Guten ... der Legat Augustus ... von der 1. minervischen Legion." Und eine querlaufende christliche Inschrift lautet: "... in den Kalenden des Oktober ist der Altar dem Hl. Dionysius geweiht."

Im Jahr 1218 taucht in einer Urkunde erstmals der Name "nova ecclesia", "neue Kirche", auf, dieser gab dem Dorf dann auch den Namen.

Das romanische Gotteshaus entstand in erstaunlicher Größe um 1150. Die Gotisierung wurde mit dem Chor 1421 begonnen und bis zum Jahre 1453 vollendet. Unsere Kirche bekam so fast die heutige Gestalt. Es folgten nur unwesentliche Änderungen bis 1899, diese hauptsächlich Backsteinbauten. Viele harte Schicksale haben Kirche und Dorf im Laufe der Jahrhunderte erlebt. 1591 stürtzte zum Beispiel der Turm infolge eines schweren Unwetters ein und beschädigte die Kirche schwer, im 30jährigen Krieg waren mehrfach "die unglücklichen Bürger genötigt, in der Kirche gemeinschaftlich Obdach zu suchen und zu wohnen" (Chronik), im Jahre 1680 brannte wieder der Turm, damals der höchste im Bistum Roermond, nach einem Blitzschlag vollständig aus. Danach wurde der heute noch stehende eindrucksvolle Barockturmhelm errichtet, der das weithin sichtbare Wahrzeichen des Ortes Nieukerk ist. Aus dieser Zeit stammen auch die Kirchenbänke und die Kommunionbank.
Die Nieukerker haben ihr Gotteshaus immer wieder erneuert und daran weitergebaut.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die beiden Seitenkapellen, zwischen 1870 und 1881 der Hochaltar,

                                                

die Seitenaltäre, die Kanzel,


der Beichtstuhl und das Chorgestühl.
Von der Kanzel aus wurden früher die Predigten gehalten. Der Baldachin diente dabei als Schalldeckel, damit jeder in der Kirche die Predigten verstehen konnte. Mittig unter dem Baldachin ist der Hl. Geist als Freidentaube zu sehen.
An der Kanzel selbst sind die vier Evangelisten abgebildet.

Die Wurzel Jesse aus Gold, Kupfer und Messing gefertigt, stellt die Geburt des Herrn als Mittelpunkt zwischen der alttestamlichen Sehnsucht nach dem Kommen des Erlösers und der neutestamentlichen Erwartung des widerkommenden Gottessohnes dar.

Man sieht einen Menschen, dessen Arme sich als Zwiege aubilden und in denen sich als  Früchte die Personen und Szenen aus der Bibel wiedererkennen lassen.
Dieser Mensch ist Isai oder Jesse, der Vater von König David. So ist die Darstellung auch gelichsam ein Stammbaum des Alten Testamentes und unseres Glaubens.
In der Mitte des Baumes sieht man die Geburt Jesu. Diese Darstellung ist fest verwachsen mit der darüberliegenden Kreuzigungsszene, Anfang und Ende des Lebens von Jesus.

Im oberen Teil sehen wir Gott Vater mit seinem Sohn auf dem Schoß, der die Weltkugel in seiner linken Hand hält. Darüber Seraph und Kerub, zwei geflügelte Engel.

Die Pieta  geschnitzt aus Pappelholz stammt etwa aus dem 16. Jh.

Ein gründlicher Renovierungsprozess von 1960 bis 1981 beseitigte alle Schäden des letzten Krieges. Bemerkenswert ist auch das Verzeichnis der Pfarrer von Nieukerk seit 1218, das im Chor der Kirche in Marmorplatten eingelassen ist. Eine alte Erzählung meint, wenn die letzte Tafel beschriftet wär, würde die Welt untergehen.

                                  

Die Dionysiuskirche ist so der Ort der Sammlung und der Ort der Sendung, Ort der Begegnung mit Gott, besonders in den Sakramenten und im Wort.

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