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Lexikon zur hl. Messe

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Abendmahl, Letztes

Am Abend vor seinem Leiden hielt Jesus mit seinen Jüngern ein letztes Mahl. Unter den Zeichen von Brot und Wein gab er seinen Leib und sein Blut für die Seinen hin. Er beauftragte die Jünger, dieses Mahl in Zukunft zu seinem Gedächtnis zu feiern. Diese Gedächtnisfeier ist die Hl. Messe oder die Eucharistiefeier.

Agape
von griech. agape = Liebe. Wichtiges Element des Gemeindelebens der ersten Christen war das brüderliche Liebesmahl, oft im Anschluss an die Eucharistie. Heute nennen wir A. das oft mit einem kleinen Imbiss verbundene gesellige Zusammenbleiben der Gemeinde nach der Eucharistiefeier, bes. am Gründonnerstag.

Altar
Der vorchristliche (Brand)opferaltar wurde abgelöst durch den Tisch für das hl. Mahl, zu dem Christus einlädt.

Amen
Das hebräische Wort der Zustimmung - "so sei es" oder "fest-sein" - wurde unverändert ins Griechische, Lateinische und Deutsche übernommen. Es schließt und bekräftigt ein Gebet. Das gilt besonders für das Amen, das die Gemeinde am Ende des Hochgebets der HI. Messe spricht.

Bibel oder Heilige Schrift
von griech. biblos = beschriebenes Blatt, Buchrolle.
Bibel heißt das Buch mit den 46 Schriften des Alten und den 27 Schriften des Neuen Testamentes. In ihnen ist die fortschreitende Geschichte Gottes mit den Menschen aufgeschrieben.

Choral
von griech. choros = Sängerschar, Gesang. Der offizielle einstimmige Gesang der römischen Liturgie, der auf Papst Gregor des Großen (560-604) zurück geht.

Christkönigssonntag
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres wird Christus besonders als der König der gesamten Schöpfung verehrt.

Christus
griech. = Gesalbter. Den Hoheitstitel gab die Urgemeinde Jesus. Nach ihm werden seine Anhänger Christen genannt.

Credo
latein. = ich glaube. So beginnt das Glaubensbekenntnis. In der Hl. Messe wird es meistens in der kürzeren Form des "Apostolischen Glaubensbekenntnisses" gebetet. Das große C. wurde auf den Konzilien von Nicäa (325) und Konstantinopel (381) formuliert (Nicänokonstantinopolitanum).

Doxologie
von griech. doxa = Ehre, Ruhm. Ein feierlicher Lobpreis Gottes, z. B. "Ehre sei dem Vater ...", beim Vaterunser: "Denn dein ist das Reich und die Kraft..."; oder am Ende des Hochgebetes: "Durch ihn und mit ihm und in ihm ... ist dir alle Ehre und Verherrlichung".

Epiklese
Die Bitte um den Heiligen Geist im Hochgebet: "Sende deinen Geist auf diese Gaben herab,... damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes."

Epistel
von griech. epistole = Brief. Im engeren Sinne die Briefe der Apostel Paulus, Johannes, Petrus und Jakobus.
Im erweiterten Sinn bedeutet E. "Lesung" und bezeichnet die ersten zwei Lesungen der Hl. Messe. Die dritte "Lesung" ist das Evangelium.

Eucharistie
griech. = Danksagung. Eine andere Bezeichnung für Hl. Messe. Hier wird im Gedächtnis an das Letzte Abendmahl Jesu Tod und seine Auferstehung gegenwärtig gesetzt. Mit E. wird auch die eucharistische Speise, die hl. Kommunion, bezeichnet.

Evangelium
von griech. euaggelion = frohe Botschaft. Die Christen kennen vier urchristliche Schriften, die vom Leben, Leiden und der Auferstehung Jesu Christi berichten. Sie werden in allen Kirchen als authentisch anerkannt und haben zum Verfasser die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Farben, liturgische
Die Farben der liturgischen Gewänder richten sich nach der Zeit oder dem Fest im Kirchenjahr:
Weiß (Farbe der Freude) in der Weihnachts- und Osterzeit, an Herrenfesten, Marienfesten, Engelfesten und Gedenktagen der Heiligen, soweit sie keine Märtyrer sind;
Grün (Farbe der Hoffnung) an den Sonn- und Wochentagen im Jahreskreis;
Rot (Farbe der Begeisterung und des Blutes) an Palmsonntag, Karfreitag, Pfingsten, Kreuzerhöhung und den Festen oder Gedenktagen der Apostel und Märtyrer;
Violett (Farbe der Buße und Umkehr) in der Advents- und Fastenzeit (am 3. Advents- und am 4. Fastensonntag ist auch Rosa möglich) sowie wahlweise auch bei Totenmessen;
Schwarz (Farbe der Trauer) bei Totenmessen und Begräbnissen.

Friedensgruß
Nach dem Vaterunser und dem Friedensgebet der Hl. Messe grüßt der Priester die Gemeinde mit "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch." Nach der Antwort der Gemeinde - "Und mit deinem Geiste" - fordert der Priester diese auf: "Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung." Dieses Zeichen besteht normalerweise in einem Händedruck und den Worten: "Der Friede sei mit dir."

Fürbitten
Auch Allgemeines Gebet. Vor der Gabenbereitung in der Hl. Messe legt die Gemeinde Fürbitte ein in den großen Anliegen der Kirche, der Welt, der Gemeinde und des Einzelnen. Die F. werden vom Lektor vorgetragen, vom Priester jedoch eingeleitet und abgeschlossen.

Gabenbereitung
Die Eucharistiefeier beginnt mit der G. für die Eucharistische Speise auf dem Altar: Der Kelch, Brot und Wein werden zum Altar gebracht. Die Gemeinde beteiligt sich an der G. durch die Kollekte.

Gloria
Ein frühchristlicher Lobgesang, der mit den Worten der Engel bei der Verkündigung der Geburt Jesu an die Hirten beginnt: (Lk 2,14) "Gloria in excelsis Deo - Ehre sei Gott in der Höhe". Das G. wird an allen Sonntagen, außer in der Advents- und Fastenzeit, sowie an Festtagen in der Hl. Messe gesungen oder gebetet.

Gottesdienst
G. nennt man das gemeinsame Beten und Singen zur Ehre Gottes in festgelegter Form (Liturgie). Der G. wird meistens von einem Priester geleitet und findet in der Kirche statt.

Halleluja
hebräisch = lobt Jahwe! Das H., auch Alleluja, ist der österliche Jubelruf der Kirche. Er wurde aus dem Alten Testament unübersetzt übernommen.

Hochamt
Die feierlich gesungene HI. Messe.

Hochgebet
Das feierliche Lob- und Dankgebet der Hl. Messe, in dessen Mittelpunkt die Erinnerung an das Abendmahlsgeschehen steht. Unter Anrufung des Hl. Geistes (Epiklese) werden Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi verwandelt. Das H. beginnt mit der Präfation und endet mit der Doxologie: "Durch ihn und mit ihm und in ihm ... ist dir alle Ehre und Verherrlichung" und dem bestätigenden "Amen" der Gemeinde. Im Messbuch stehen 4 Hochgebete.

Homilie
von griech. homilein = vertraulich reden. Homilie ist die Auslegung einer Schriftlesung oder der Schriftlesungen innerhalb der Hl. Messe. Sie ist die von der Kirche gewünschte Form der sonntäglichen Predigt.

Hosanna
oder Hosiannah ist der unübersetzt aus dem Hebräischen übernommene Ruf: "Hilf doch!" Mit diesem Huldigungs- und Jubelruf wurde Jesus beim Einzug in Jerusalem am Palmsonntag begrüßt. In der Liturgie findet sich dieser Ruf im Sanctus: "Hosanna in der Höhe!"

Interkommunion
Gemeinsame Feier der Eucharistie und Empfang der hl. Gaben durch Christen, die verschiedenen Kirchen angehören. Da das Eucharistie- und Amtsverständnis der katholischen und der orthodoxen Kirche gleich sind, ist I. zwischen diesen beiden Kirchen möglich. Wegen des unterschiedlichen Abendmahls- und Amtsverständnisses zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation ist I. zwischen Katholiken und Protestanten (noch) nicht möglich.

Kantor
von latein. cantare = singen. Aufgaben des entsprechend ausgebildeten Kirchenmusikers sind: Vorsingen beim Gottesdienst, Leitung von Kirchenchor und Schola und zumeist auch Spielen der Orgel.

Kanzel
Predigtbühne an einem Pfeiler oder der Längswand einer Kirche. Ein Schalldeckel sollte - vor Einführung von Mikrofon und Lautsprecher - zum besseren Hören des Predigers beitragen, da er den Schall nach unten lenkt. Heute predigt der Priester meistens vom Ambo (Lesepult) aus.

Kelchkommunion
Die K. - Empfang der hl. Kommunion nicht nur unter der Gestalt des Brotes, sondern auch des Weines - war lange Zeit den Priestern vorbehalten. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil ist sie wieder allen Katholiken grundsätzlich gestattet und für bestimmte Anlässe (soweit sie sich praktisch durchführen lässt) empfohlen, z. B. am Gründonnerstag, in Brautmessen oder Messen von kleinen Gemeinschaften.

Kirchenjahr
Das K. beginnt mit dem 1. Adventssonntag und endet mit dem Christkönigsfest. Im K. werden die Heilsgeheimnisse gefeiert. Die 4 Wochen der Adventszeit sollen auf das Kommen des Herrn zu Weihnachten und zum Jüngsten Gericht vorbereiten. Weihnachten, das Fest der Geburt des Herrn (25.12.), wird bis zum Fest Epiphanie (6.1.) gefeiert. Es ist das zweithöchste Fest. Das höchste Fest des K. ist Ostern. Es wird vorbereitet durch die 40 Tage der Österlichen Bußzeit oder Fastenzeit, beginnend am Aschermittwoch (die Sonntage sind ausgenommen). Das Osterfest dauert 8 Tage (Oktav), die Osterfestzeit bis Pfingsten. Die Sonntage zwischen Epiphanie und Aschermittwoch sowie zwischen Pfingsten und dem Christkönigsfest werden als "Sonntage im Jahreskreis" gezählt. Innerhalb des K. werden die anderen Christusfeste sowie die Gedenk- und Feiertage der Heiligen gefeiert.

Kleidung, liturgische
Die Kleidung des Priesters und der mit besonderen Diensten betreuten Laien (Kommunionhelfer, Ministranten) beim Gottesdienst entwickelte sich aus der spätantiken Festkleidung. Der Priester trägt über dem schwarzen Talar (Soutane, eine Art langer Mantel) das Schultertuch oder Humerale (entstanden aus dem antiken Halstuch), die weiße, mit einem Zingulum (Strick oder Band) geschürzte und zusammengehaltene Albe (von latein. albus = weiß, ein langes Gewand aus weißem Leinen), darüber in der jeweiligen liturgischen Farbe die Stola (handbreite künstlerisch gestaltete lange Schärpe als Zeichen der Höheren Weihe) und das oft kostbar gestaltete Messgewand.
Der Diakonats- und Kommunionhelfer tragen Talar und Rochett, die Ministranten zumeist einen Ministrantenrock in der gleichen liturgischen Farbe wie das Gewand des Priesters (Ausnahme: trägt der Priester ein weißes Messgewand, tragen die Ministranten einen roten Rock), dazu Rochett und Kragen. In vielen Pfarreien tragen heute die Ministranten auch eine Art Kutte, die mit einem Zingulum gerafft wird.

Kniebeuge
Bei Katholiken ist die K. (mit dem rechten Knie) Zeichen der Verehrung und Anbetung Christi. Mit ihr wird die hl. Eucharistie verehrt und am Karfreitag das hl. Kreuz.

Kollekte
lat. = Sammlung. 1. Einsammeln des Geldopfers für die Aufgaben der Kirche oder Gemeinde beim Gottesdienst. Die Gläubigen beteiligen sich so an der Darbringung der Gaben von Brot und Wein bei der Hl. Messe. 2. Das Gebet über diese Gaben.

Kommunion
von latein. communio = Vereinigung. Empfang der hl. Eucharistie, aber auch andere Bezeichnung für diese selbst.

Konsekration
von latein. consecratio = Heiligung. Unter K. verstehen wir: 1. Die Wandlung der zum Altar gebrachten Gaben von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi im Hochgebet der Hl. Messe während des Berichtes vom Abendmahlsgeschehen (auch Transsubstantiation). 2. Eine vom Bischof vollzogene Weihe, bei welcher dieser mit Chrisamöl salbt, z. B. eine Kirche, einen Kelch. Deren K. bedeutet eine ständige Aussonderung aus dem profanen Gebrauch.

Konzelebration
latein. = Mitfeier. Die gemeinsame Feier der Hl. Messe durch mehrere Priester.

Kreuzzeichen
Ein Segensgestus, bei dem der Christ das Zeichen des Kreuzes über sich selbst, über andere Menschen oder Dinge, die ihm wichtig sind, macht. Dazu wird gesprochen: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Die linke Hand ruht dabei auf der Brust, während die rechte Hand zuerst den Längsbalken des Kreuzes von der Stirn zur Brust und dann den Querbalken von der linken zur rechten Schulter nachzeichnet. Vor dem Evangelium zeichnet man das sog. kleine Kreuz mit dem rechten Daumen auf Stirn, Mund und Brust.

Kruzifix
Ein Kreuz mit der Darstellung des ans Kreuz geschlagenen Jesus.

Küster
von latein. custos = Wächter. Der K., auch Messner oder Sakristan genannt, trägt Sorge für die Kirche und die Kirchengeräte, für das Läuten der Glocken, für das Öffnen und Schließen der Kirche. Er sorgt für Ordnung in der Kirche und der Sakristei und bereitet die Gottesdienste vor.

Kyrios
griech. = Herr. Den Hoheitstitel Gottes im Alten Testament gebraucht die Kirche als Anrede des auferstandenen und zu Gott erhöhten Jesus. In vielen Gebeten und Liedern blieb der Ruf "Herr, erbarme dich", unübersetzt, so auch in der Hl. Messe: "Kyrie eleison!"

Lamm Gottes
oder latein. Agnus Dei. Das Gebet vor der hl. Kommunion, "Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt..", geht auf Johannes den Täufer zurück, der Jesus am Jordan so bezeichnete (Job 1,29).

Lektionar
von latein. legere = lesen. Das Buch mit den Bibeltexten (Epistel und Evangelium), die im Gottesdienst vorgelesen werden.

Lektor
latein. = Vorleser. Der L. trägt im Gottesdienst die Lesungen, nicht jedoch das Evangelium vor.

Lesejahr
Durch das 2. Vatikanische Konzil wurde folgende Leseordnung festgelegt: für die sonntägliche Messfeier eine alttestamentliche, eine neutestamentliche Lesung und das Evangelium. Ihre Auswahl folgt einem 3-Jahresrhythmus: Lesejahr A (nach Matthäus), B (nach Markus) und C (nach Lukas). Lesungen aus dem Johannesevangelium sind in allen 3 Lesejahren verteilt. Für die Bibeltexte der Werktagsmessen, mit einer Lesung, besteht ein Zweijahresrhythmus: L. 1 und 2.

Liturgie
von griech. leiton ergon = Dienst am Volk. Unter dem Begriff L. werden die verschiedenen Gottesdienste der Kirche zusammengefasst. Ihre Ordnung ist von der Kirche offiziell festgelegt. L. ist eine Grundfunktion der Kirche.

Magnificat
latein. = es preist. Beginn des Lobgesanges Mariens bei ihrer Begegnung mit Elisabet (Lk 1,46-55). Das M. (deutsch: Hochpreist meine Seele den Herrn) wird täglich in der Vesper des Stundengebetes gebetet. Die Übertragung in ein deutsches Lied steht im "Gotteslob", Nr. 261: "Den Herren will ich loben".

Messe, Hl.
In der römischen Liturgie entließ der Diakon am Ende der Feier die Gläubigen mit dem Ruf "Ite missa est!" (Geht, jetzt ist die Entlassung!) Das Wort missa, die Zurücksendung in die Welt, gab der ganzen Feier den Namen. In den Verfolgungen der Urkirche war es ein Geheimwort, das nur die Eingeweihten verstanden.
Die Hauptteile der M. sind: Eröffnung, Wortgottesdienst, Eucharistiefeier mit Gabenbereitung, Eucharistischem Hochgebet und Kommunion, Entlassung.

Ministrant
von latein. minister = Diener. Als Messdiener ist der M. der Gehilfe des Priesters bei der Feier der Liturgie. Er trägt dabei liturgische Kleidung. Seinen Dienst tut er stellvertretend für die Gemeinde. Durften früher nur Jungen M. werden, leisten heute auch Mädchen diesen Dienst.

Missale
oder Messbuch. Ein Buch, das alle für die Feier der Hl. Messe erforderlichen Texte enthält. Seit 1570 war das lateinische Missale Romanum für die ganze katholische Kirche maßgebend. Es wurde durch das 2. Vatikanische Konzil überarbeitet und auch in der jeweiligen Muttersprache erlaubt. Das deutsche Messbuch wurde 1974 zugelassen.

Monstranz
von latein. monstrare = zeigen. Ein zumeist kunstvolles und kostbares Gerät, in welchem das eucharistische Brot den betenden Gläubigen gezeigt wird.

Orgel
von griech. organon = Werkzeug, Musikinstrument. Das kirchenmusikalische Instrument mit Holz- oder/und Metallpfeifen, welche durch verdichtete Luft zum Klingen gebracht werden. Der Spieltisch hat meistens 2 Manuale (Klaviaturen) und ein Pedal (mit den Füßen zu spielen) für die Bässe.

Patene
griech. = Schüssel. 1. Kleine Hostienschale (Tellerchen aus Metall), die auf dem Messkelch liegt.
2. Teller für das Brot bei der Eucharistiefeier, auch Hostienschale genannt.

Pater noster
Der latein. Beginn des Vaterunsers, des Gebetes des Herrn. Dieses gemeinsame Gebet der Christenheit hat Jesus selbst seine Jünger gelehrt (Mt 6,9-13; Lk 11,1-4). Das P. ist das vertrauende Gebet der Christen zu Gott als ihrem Vater. Im ersten Teil, den "Du-Bitten", bittet der Beter um die Verherrlichung Gottes und das Kommen seines Reiches, im zweiten Teil, den "Wir-Bitten", um Hilfe in den äußeren und inneren Nöten der Menschen. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil beten auch die Katholiken als Abschluss die Doxologie: "Denn dein ist das Reich ..."

Pontifikalamt
Eine feierliche Hl. Messe, die der Bischof (pontifex = Brückenbauer) zelebriert. Ihm assistieren weitere Kleriker.

Präfation
Das Lobgebet zu Beginn des Hochgebetes, welches in das Sanctus mündet.

Predigt
von latein. praedicare = laut verkünden. Die Verkündigung des Gotteswortes von der Kanzel oder vom Ambo aus. Die P. gehört als Homilie zur sonntäglichen Messfeier.

Priester
von griech. presbyteros = Ältester. Neben dem allgemeinen Priestertum der Getauften gibt es in der Kirche das Weihepriestertum, den vom Bischof geweihten P. Er steht der Feier der Eucharistie vor, verkündet das Wort Gottes, spendet die Sakramente und leitet die ihm vom Bischof zugeteilte Gemeinde.

Psalmen
von griech. psalmos = von einem Saiteninstrument begleitete Lieder. Seit der Königszeit in Israel entstandene Lieder, die die Grundhaltungen des Menschen vor Gott ausdrücken: Anbetung, Lob, Vertrauen, Klage, Bitte und Dank.

Requiem
von latein. requies = Ruhe. Eucharistiefeier für die Verstorbenen, die mit den Worten beginnt: "Requiem aeternam ... = Ewige Ruhe schenke ihnen, o Herr."

Rorate
Vom Eröffnungsvers "Rorate, caeli, desuper ... = Tauet, ihr Himmel von oben" abgeleiteter Name der Votivmesse zu Ehren der Gottesmutter Maria, die an den Werktagen des Advent bis einschließlich 16. Dezember gefeiert werden kann.

Sanctus
latein. = heilig. Das Hochgebet der Hl. Messe beginnt mit der Präfation und dem S. Dieses beginnt: "Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dominus Deus Sabaoth - Heilig, heilig, heilig, Gott, Herr aller Mächte und Gewalten."

Tabernakel
von latein. tabernaculum = Hütte, Zelt. Kostbarer, fester, abschließbarer Schrank zur Aufbewahrung des eucharistischen Brotes.

Tagesgebet
oder Oration (von latein. orare = beten). Das Gebet in der HL Messe, welches auf das Kyrie oder Gloria folgt und vom Priester mit der Aufforderung "Lasset uns beten" ("Oremus") eingeleitet wird.

Weihrauch
Die durch Auflegen geeigneter Harze auf glühende Kohle aufsteigende Rauchwolke wurde früher beim Totenkult, beim Tempelkult und beim Hofzeremoniell verwendet. Heute wird in der Kirche in einer schwenkbaren Räucherpfanne (Rauchfass) W. als Sinnbild des zu Gott aufsteigenden Gebetes verbrannt, zur Erhöhung der Feierlichkeit mancher Gottesdienste sowie zur Ehrung von Personen und heiligen Gegenständen.

Weihwasser
Vom Priester geweihtes Wasser. Das W. erinnert an das Taufwasser. Die Gläubigen besprengen sich damit oder werden besprengt, machen ein Kreuzzeichen und erinnern sich dabei an ihre Taufe. Das W. wird auch zu Weihen und Segnungen verwendet.

Wortgottesdienst
Ein Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt das uns in der Bibel überlieferte Wort Gottes steht. Wir kennen ihn als den ersten Teil der Hl. Messe und auch als einen selbstständigen Gottesdienst, der sich in seinem Aufbau an den W. der Hl. Messe anlehnt. Er wird zumeist durch beauftragte Laien in kleinen priesterlosen Gemeinden als Sonntagsgottesdienst gehalten, oft verbunden mit einer Kommunionfeier.

Zelebrant
von latein. celebrare = feiern. Der Bischof, Priester oder Diakon, der eine gottesdienstliche Versammlung im Auftrag und in der Vollmacht Christi leitet.

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