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Karibu
heißt
Willkommen!

Mtakuja
Der Mtakuja e.V. stellt sich vor

Nicht der Gedanke,
sondern die Verantwortungsbereitschaft
ist der Ursprung der Tat.

Dietrich Bonhoeffer

 

Anfänge einer Freundschaft am Fuße des Kilimanjaro
In Tansania liegt am Fuße des Kilimanjaro, südlich der Städte Moshi und Arusha ein Gebiet, in dem vorwiegend Massai leben. Bei einem Besuch der Ordensschwestern „Unserer Lieben Frau vom Kilimanjaro“ in Moshi lernte 1998 der damalige Pastor der Pfarrgemeinde St. Dionysius Nieukerk (Niederrhein), Georg Aßmann, Massai aus dem Dorf “Mtakuja” kennen. Eine Freundschaft zu den Massai wurde geboren und über Jahre vertieft.
Wie selbstverständlich nahmen sie Pastor Aßmann als einen der ihren auf und gaben ihm den Namen Kimani (“weiser Vater inmitten seiner zahlreichen Kinder”). Kimani erlernte nach und nach die Landessprache. Im Herbst 2001 übersiedelte er nach Tansania und trat im Erzbistum Arusha das Amt des Pfarrers der Gemeinde Landanai, mitten in der Massaisteppe im Simanjiro-Gebiet, an. Eine Pfarrei, deren Hauptsitz am gleichnamigen Berg liegt und zu der mehrere Außenstellen auf einer Fläche von 3.330 km² gehören.

Bildung als Ziel
In Gesprächen, aber auch im praktischen Leben dort wurde und wird immer mehr deutlich, dass sich vor allem die Massai die Frage ihrer weiteren Existenzmöglichkeiten stellen. Ihnen erscheint wichtig, dass ihre Kinder Lesen und Schreiben lernen, um in ihrem Leben eine Chance zu haben. Grundvoraussetzung hierfür ist es zunächst, neben dem eigenen Dialekt (die Massai sprechen ”Kimassai”) die Nationalsprache Kiswahili zu beherrschen. Die in Tansania bestehende Schulpflicht ist da aufgehoben, wo die Existenz der Kinder gar nicht erfasst ist oder staatliche Schulen nur über einen weiten, strapaziösen Schulweg zu erreichen sind. Ein effizienter Schulbesuch bleibt so insbesondere den Massai verwehrt.

In Landanai zielt die Arbeit darauf ab, Bildungsmöglichkeiten zu schaffen. Jungen, die älter als 10 Jahre sind und noch keine Schule absolvierten, sollen in 3 Jahren ihren Volksschulabschluss machen können. Dafür ist wiederum zuerst eine Infrastruktur zu schaffen: so bedingt der Betrieb selbst einer kleinen Schule die Errichtung der Klassen und der Wohngebäude, die Sicherstellung der Wasserversorgung und die Auswahl, Anstellung und Unterbringung von Lehrpersonal. Im Herbst 2004 begann die Schule in einer ersten Klasse mit rd. 20 Kindern, die während der Schulzeit in einem Internat untergebracht sind. Voller Hoffnung auf finanzielle Hilfen wurde die Schule seither auf insgesamt drei Klassen mit den entsprechenden Unterkünften ausgerichtet. Der Bedarf ist da. Eltern fragen nach Schulplätzen für ihre Kinder, in dem Verständnis, einen Eigenanteil zur Ausbildung beitragen zu müssen. Baumaßnahmen und laufende Finanzierungen waren und sind erforderlich. Zwischenzeitliche Improvisationen und Provisorien helfen bei der Umsetzung. Der Wunsch nach Bildung geht von den Menschen selbst aus. Daher hat das Projekt die Chance einer Zukunftsperspektive. Für die Akzeptanz und das Fortbestehen ist es erforderlich, die Menschen von Anfang an verantwortlich einzubinden. Probleme bilden die sich immer wieder ändernden staatlichen Rahmenbedingungen, die einer kontinuierlichen Entwicklung eher entgegenwirken als sie zu unterstützen.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit
In Nieukerk am Niederrhein wurde 1999 der gemeinnützige Verein ”Mtakuja e.V.” gegründet. Benannt nach dem Dorf Mtakuja, zugleich mit der richtungweisenden Bedeutung: „Du wirst wiederkommen!“ - in der Hoffnung, den Menschen in Mtakuja und im Simanjiro-Gebiet beim Aufbau einer schulischen und medizinischen Grundstruktur zu helfen. Das eigeninitiative Bemühen um Entwicklung, nicht um Anpassung, wird aufgenommen und unterstützt.
Die Aufgaben werden stets partnerschaftlich abgewickelt. Etwa wenn Ausbildungsaufwendungen für Handwerker übernommen werden, die sich im Gegenzug verpflichten, an den Gemeinschaftsprojekten mitzuarbeiten. Die Unterkünfte der Schüler werden mitten im Dorf errichtet, damit sich Nachbarschaften am Unterhalt beteiligen. Eltern zahlen Schulgeld. Mit der gemeinsamen Bestellung von Feldern wird die eigene Versorgung unterstützt, die bloße Lebensmittelspenden ersetzen soll. In allem aber ist Geduld erforderlich. Und: Rückschläge sind nicht zu vermeiden.

Der Mtakuja e.V. sieht es als seine Aufgabe, für die Menschen durch die Finanzierung entsprechender überschaubarer Maßnahmen Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu initiieren. Dazu gehört auch, den Unterhalt für Schüler und Lehrer sicherzustellen. Es ist das Bestreben, das Selbstwertgefühl einzelner Menschen in Tansania zu stärken, Kindern Chancen auf eine eigene Zukunft zu geben. Dabei ist sich der Verein bewusst, dass nicht jede Arbeit erfolgreich oder von Dauer sein kann. Doch selbst nur temporäre Maßnahmen sind angebracht und für die Menschen dort als Aufgabe wichtig. Denn - anders als wir Deutschen – denken sie vielfach nicht an morgen oder übermorgen. Frei der oft gehörten Weisheit: „Was denkst Du an morgen? Vielleicht fällt Dir in dieser Nacht der Himmel auf den Kopf.“

Bei allen Vorhaben sind der Mtakuja e.V. und die Menschen von Landanai auf Spenden und auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Mit 1 € pro Woche (52 € im Jahr) können Sie als Mitglied dabei sein. Gesucht werden auch Paten, die sich bereit erklären, für 3 Jahre eine (Teil-) Patenschaft für einen Schüler (360 €/Jahr) zu übernehmen.

Quartärlich informiert der Mtakuja e.V. in seinem „Habari gani?“ (zu deutsch: „Was gibt’s Neues?“) über Entwicklungen. Der Entschluss Georg Aßmanns, vor Ort zu arbeiten, sichert die konkrete Verwendung der Mittel zur direkten Selbsthilfe.

Im Folgenden stellt der Mtakuja e.V. seine Projekte stichwortartig vor. Nehmen Sie sich bitte die Zeit, sich zu informieren, wenden Sie sich bei weitergehenden Fragen an den Vorstand.

Dabeisein für 1 in der Woche!  Karibu heißt Willkommen!

Kontakt:
Vorsitzende: Ria Föhles, Winternam 118, 47647 Kerken, 02831/5622
Schriftführer: Bertel Diepers, Winternam 166, 47647 Kerken, 02831/87382

Spendenkto.: 330 330 30 30 Volksbank an der Niers eG (BLZ 320 613 84)

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